Kauflaune steigt

On 31. Juli 2012 by Detlef Rochow

Wie so oft, zeigen die Zahlen der GfK Konsumklimastudie, dass die Verbraucher die Zukunft zwar allgemein eher negativ sehen, für sich selbst aber wenig Einbußen vermuten. So legen „die Einkommenserwartung deutlich und die Anschaffungsneigung leicht zu, die Konjunkturerwartung muss einen Stimmungseinbruch hinnehmen. Der Gesamtindikator prognostiziert dennoch für Juli 5,8 Zähler nach 5,7 Punkten im Juni.“ So steht es in der Pressemeldung der GfK. Und der Optimismus wird sich auch im Kauf neuer Möbel niederschlagen.

„Offenbar steigt die Furcht davor, dass auch Deutschland stärker in den Abwärtstrend gezogen wird. Bislang sehen die Bundesbürger jedoch die Gefahren aus dem Ausland offenbar ausschließlich für die Konjunktur generell und weniger für ihre persönliche Situation. Denn die Entwicklung der eigenen finanziellen Lage wird deutlich positiver eingeschätzt als im Vormonat. In deren Sog kann auch die Anschaffungsneigung auf einem ohnehin schon hohen Niveau noch einmal leicht zulegen.“ Und das sind gute Nachrichten für die Möbelbranche. Denn wir alle, also die Verbraucher in Deutschland, sehen unsere Kaufkraft gestärkt – „der Einkommensindikator kann spürbar zulegen und sein ohnehin schon hohes Niveau noch einmal steigern. Im Vergleich zum Vormonat gewinnt die Einkommenserwartung 8,1 Punkte hinzu und weist nun 40,1 Zähler auf.“ Aus mehreren Gründen: Die Beschäftigung nimmt zu und, die Beschäftigtenzahlen

Steigen, die Tarifabschlüsse deuten ebenfalls in Richtung wachsender Haushaltseinkommen und der Inflationsdruck hat nachgelassen – zuletzt „ unter die psychologisch wichtige Schwelle von zwei Prozent“. Dadurch sehen die Konsumenten ihre Kaufkraft gestärkt und der Wille, Neues zu kaufen – also „Anschaffungsneigung“ legt leicht zu.

„Die zunehmende Beschäftigung sorgt zum einen für weniger Angst vor Jobverlust und damit für Planungssicherheit, was gerade für größere Anschaffungen eine wichtige Rolle spielt. Zum anderen stützt die derzeitige Finanzkrise die Anschaffungsneigung. Durch das fehlende Vertrauen in die Finanzmärkte sowie das historisch niedrige Zinsniveau halten es viele Konsumenten für nicht sehr attraktiv, ihre finanziellen Mittel auf die hohe Kante zu legen. Stattdessen tendieren sie eher dazu, werthaltige Anschaffungen zu tätigen.“ Fazit für die Möbelbranche: Statt das Geld zu niedrigen Zinsen anzulegen, kaufen die Verbraucher verstärkt Dinge für ihr Heim, vor allem Möbel.

Zur Studie

Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie “GfK-Konsumklima MAXX” und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte – inklusive der Möbelbranche. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben. Der Report, in dem alle 20 Bereiche aufgeführt sind und der viermal im Jahr erscheint, kann gegen ein jährliches Honorar in Höhe von 980,- Euro netto als Abonnement bezogen werden.

Weitere Informationen: Rolf Bürkl, Tel. +49 (0) 911 395-3056, rolf.buerkl@gfk.com Informationen zur Entwicklung der Indikatoren im ersten Quartal 2012 in zwölf ausgewählten europäischen Staaten finden Sie im 
GfK Konsumklima Europa unter  http://www.gfk.com/consumer_climate_europe/index.de.html.

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