FASHION FOR HOME wagt den Schritt raus aus dem Netz

On 9. August 2012 by Detlef Rochow

Nächste Woche, am 17. August, eröffnet der Online-Anbieter Fashion for home ein Geschäft in der Behrenstrasse 28 – zentral zwischen Brandenburger Tor und Alexanderplatz gelegen (U-Bahn: Französische Straße). Hier werden „auf mehr als 400 Quadratmetern unterschiedlichste Wohnwelten, Möbelneuheiten, neueste Design-Highlights und die Bestseller aus dem Onlineshop“ gezeigt werden. Das schreiben sie in Ihrer Einladung zur Eröffnungsparty. Fashion for home, die sich dem Ziel verschrieben haben, „exklusive Designermöbel für jeden bezahlbar“ zu machen, festigen damit einen seit kurzem zu beobachtenden Trend: Onliner zieht es in die wirklich echte Welt. Sie eröffnen Shops.

FASHION FOR HOME_Ambiente 30

Foto: FASHION FOR HOME. Designermöbel günstig, aber nicht billig. Sessel, Sofas – schön und angenehm.

Dass verzweifelte oder clevere Möbel- und Einrichtungshäuser online gehen, ist ja nun nichts Besonderes mehr, aber: Wenn ein reiner Online-Anbieter einen echten Shop aufmacht, was ist das dann? Eine Filiale, aber wovon? Der neue Flagshipstore – weil es ja der einzige ist? Oder gar das Eingeständnis des Scheiterns, Motto: online taugt eben nicht? Falsch – das ist einfach nur clever und zudem recht riskant. Aber ein Unternehmen, das sich selbstbewusst als „FASHION FOR HOME – Die Wohnrevolution“ präsentiert, wird das schon schaffen und noch für manche Überraschung gut sein.

So würde es mich nicht wundern, wenn bald neue Stores folgten, wenn der Wohnzimmerrevoluzzer demnächst auch noch einen gedruckten Katalog verschickte und Fashion for home-Events machen würde: Multichannel heißt das Konzept – und keiner zeigt erfolgreicher als SportScheck (http://sportscheck.com ) wie das geht. Multichannel heißt: Ich, also der potenzielle Kunde, orientiere mich online: http://www.fashionforhome.de, gehe dann in den Shop in die Berliner Behrenstrasse, schaue mir dort sicherheitshalber und weil ich trendmäßig vorn sein will die allerneuesten Designideen und Creationen an, plaudere noch mit den Beratern und schreite dann zur Tat:

Wir – mein Berater und ich – wir bestellen direkt im Laden: zuerst das, was mich schon zuhause im Online-Shop angelacht hatte und zusätzlich noch zwei, drei kleinere Accessoires. Denn, da hat mein Berater einfach Recht, denn die setzen erst die persönlichen Akzente und werden dafür sorgen, dass ich nicht raus will aus meinen vier Wänden. Wenn mich dann meine Freunde besuchen, dann haben sie dieses wow auf den Lippen, das sagen soll „Hätte ich Dir gar nicht zugetraut“.Schicken lass ich mir alles in den Store oder nach Hause. Aber wozu braucht es dann noch Events und Kataloge? Ganz einfach – aus zwei Gründen: Ich nehme den Katalog nach dem Kauf mit nach Hause um mich bestätigt zu sehen. Der Werbepsychologe sagt: Affirmation. Ich will einfach bestätigt bekommen, dass meine Entscheidung richtig war. Wer könnte das besser als der Verkäufer? Drum sehen sich ja auch Autokäufer, die sich beispielsweise für den neuen BWM 7er entschieden haben (siehe hierzu http://stilmobile.de ) am liebsten Werbung über den neuen BMW 7er an.

Andererseits: Fashion for Home will, dass ich ein wenig die Menschen und Ideen, die sich hinter dem schnöden Geschäft verbergen, kennenlerne. Denn machen wir uns mal nichts vor: Von wen kaufen wir lieber? Von einem guten Bekannten, den wir schätzen und sympathisch finden? Oder von einem dieser anonymen Billigheimer im Netz? Und was kaufen wir lieber? Ein neues Schlafsofa mit Geschichte oder dieses grüne Teil, das wir schon anderswo teuerer gesehen haben? Eben! Im Katalog finden wir Geschichten und Anekdoten rund um die Möbel und Accessoires und wir erfahren einiges über die Macher, über die Designer und auch über die Leute, die uns unser neues Schmuckstück nach Hause bringen.

Es geht um Authentizität.

Zusätzlich lernen wir noch etwas darüber, woran wir gute Einrichtungsgeschäfte erkennen können, wie wir Fashion for Home von echten Losern und Me too-Läden unterscheiden. Selbstverständlich wird uns auch der Mund wässrig gemacht, „denn das süße, absolut trendige Sofapop mit Hummelbezug, das ich heute früh im Katalog gesehen habe, das würde wirklich gut zu mir passen“. Damit hat uns kürzlich unsere Freundin Jana völlig überrascht. Das postete sie noch schnell auf Ihrer Facebook-Seite, was ihr weitere drei Fans einbringt, und dann muss es sein – der Kreislauf schließt sich:

Sie geht ins Internet – jetzt aber gezielt zu Fashion for Home – dann in den Laden und dort bestellt sie den süßen, aber etwas größeren 3-Sitzer-Chup, ebenfalls mit Bezug Hummel für 519 Euro. Denn der ist sofort lieferbar. Für Fashion for home könnte es besser nicht laufen:Drei wichtige Entscheidungen wurden zugunsten des Onlineshops gefällt: Wir haben mehr gekauft als wir eigentlich wollten, Jana hat alle Online-Vergleichsportale links liegen lassen und ist direkt zu Fashion for home gegangen – und dann hat sie das größere und teuere Teil gekauft. Und was ist mit den Partys – äh, den Events?

Foto: FASHION FOR HOME

Das ist wie immer beim Online-Dating: Irgend wann will man sich persönlich treffen – mit Designer, Möbelpackern, Verkäufern, Schreinern. Vor allem aber, wir wollen die anderen kennenlernen, die genau wie wir zur zunehmend größeren Fangemeinde von Fashion for home gehören.

Ist das alles tatsächlich so einfach für die Online Stores mit Zukunft?

Natürlich nicht. Wer einmal so angefangen hat, der muss zukünftig noch härter ran: Niemals mehr darf die Qualität nachlassen, immer gilt es die besten Designer für sich zu gewinnen; Prozesse wollen beharrlich überdacht und optimiert werden; Zulieferer bei Laune gehalten werden, trotz sinkender Margen; Zeiten gilt es zu verkürzen. Und dann noch der Service: Die einzige Möglichkeit, den wachsenden Erwartungen gerecht zu werden, ist den besten aller Services anzubieten – und das zu vertretbaren Kosten….

Aber wie bin ich eigentlich auf dieses Thema gekommen? Erstens: Fashion for home eröffnet nächste Woche einen richtigen Shop in Berlin. Wie der sich macht, darüber wollen wir Ende des Monats mit den Machern reden. Das lesen Sie dann im September.

Zweitens: Auf das Thema Multichannel sind wir gekommen, weil die Goldgräberzeiten für Online-Shops vorbei sind. Jetzt wird die Spreu vom Weizen getrennt. Überleben werden nur diejenigen, die etwas Besonderes bieten. Über sie werden ab jetzt berichten: über die Großen, erfolgreichen Einrichtungshäuser und Onlineanbieter wie http://www.möbel.de sowie über die kreativen und ideenreichen Anbieter, die Nischen besetzen oder durch Zusatzleistungen den Großen die Butter vom Brot nehmen. Ich denke hier zuerst an http://www.cyperior.com. Sie alle wollen wir in loser Folge vorstellen – wollen sie feiern und anspornen, noch besser zu werden. FASHION FOR HOME (http://fashionforhome.de gehört gewiss zu den Unternehmen mit Zukunft. Aber sie besonders macht. Darüber schreiben wir nächste Woche.
Zum Google Plus Profil von Detlef Rochow

2 Responses to “FASHION FOR HOME wagt den Schritt raus aus dem Netz”

  • Vor ein paar Monaten bin ich in die Großstadt gezogen. Es war alles ganz neu für mich, neue Menschen, eine neue Stadt und ich mitten drin. Meine erste eigene Wohnung hatte ich schon gefunden nur die passenden Möbel fehlten. Also durchsuchte ich das Internet nach Möbelhäusern die das anboten, was mir gefiel und ich wurde bei fündig http://www.trendmoebel24.de .
    Und ich muss ehrlich sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Der super Service und die Qualität die hier angeboten wird ist nur empfehlenswert.

  • Ich muss sagen ich bin begeistert von FashionforHome!! Auch wenn es manchmal ewig dauert bis die Möbel geliefert werden, aber man hat dafür echte “Einzelstücke”… Ich bin gerade dabei meine Wohnung im Kolonialstil einzurichten und hab auch einen tollen Onlineshop ausschließlich für Holzmöbel gefunden, die auch sehr schön verarbeitet sind: Kolonialmoebel24. Kann ich weiterempfehlen!
    Lg Manu

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