BBE-Paper: Möbel 2013 – Fachhandel gewinnt Marktanteile

On 9. Januar 2013 by Thomas Less

Die BBE Handelsberatung hat gemeinsam mit Marketmedia24 das „Service Paper Möbel 2013″ veröffentlicht. Das Dokument steht zum kostenlosen download zur Verfügung. Die Frohe Botschaft lautet: Den Deutschen macht Möbel einkaufen wieder Spaß. Daran hat das Segment Polstermöbel hat 2012 mit 5,77 Milliarden Euro den größten Anteil, ein Zuwachs von rund 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das entspricht einem durchschnittlichen pro Kopf-Umsatz von 71,04 Euro. Zum Vergleich: für Schlaf-/Jugendzimmer wurde nahezu gleich viel ausgegeben – 69,41 Euro; für Speisezimmer noch einmal 31,96 Euro, Wohnzimmermöbel schlugen mit 28,27 Euro zu Buche.

Die vielen Kochsendungen lassen es schon erahnen, die Küche ist zum zentralen Repräsentationsort geworden. Ob der Deutsche mehr und besser kocht, wissen wir nicht, aber zu zeigen, dass ihm Essen und Kochen wichtig ist, das ist sicher. BBE Handelsberatung Geschäftsführer Joachim Stumpf sagt hierzu: „ Für seinen neu entdeckten Freizeit- und Prestigeraum legte der durchschnittliche Deutsche vergangenes Jahr rund 165 Euro auf den Tisch des Hauses. Davon entfielen mehr als 91 Euro allein auf die Küchenmöbel. Eine Ausgabefreudigkeit, die sich nach den Prognosen von marketmedia24 noch verstärken wird. Für 2013 erwarten die Marktbeobachter einen weiteren Anstieg des Küchen Gesamtvolumens auf dann über 13,5 Milliarden Euro.“

 Auf den Verkäufer kommt es an.

Am meisten profitiert davon der Fachhandel, der – wenn auch nur um 0,1 Prozentpunkte – 2012 Marktanteile hinzu gewonnen hat und so seine Marktführerschaft auf 79,5 Prozent ausbauen konnte. Unter Fachhandel werden Wohnkaufhäuser, Discount-/Mitnahmemärkte, Vollsortimenter, Fachmärkte und Spezialisten sowie High-End-Studios subsummiert. Allerdings – so warnt Sebastian Deppe, Branchenexperte und Mitglied der Geschäftsleitung der BBE Handelsberatung, München: “Der Möbelhandel ist gefährlich schwerfällig. Man hat sich in einer Situation mit vergleichsweise geringem wirtschaftlichem Druck ein wenig ausgeruht.” Aber die Chancen stehen auch in Zukunft gut. Dazu allerdings sollten die Fachhändler zumindest zweierlei beachten:

Er muss unverwechselbar werden. Die Unternehmen müssen ihr Profil schärfen. Dem Kunden muss klar sein, für was das jeweilige Geschäft steht und was es auszeichnet. Die Frage lautet also: „Warum soll ein Kunde bei mir einkaufen und nicht woanders? Dazu steht im BBE-Service Paper: „Je besser die Antwort ausfällt und je erfolgreicher sie kommuniziert wird, umso größer ist der Erfolg. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Blick auf die Flächenleistungen. Nach Erhebungen der BBE Handelsberatung rangiert der Brutto-Quadratmeter-Umsatz beim klassischen Vollsortimenter durchschnittlich zwischen 600 und 800 Euro. Das Wohnkauf- haus bringt es auf 1.100 bis 1.450 Euro, das Küchenstudio auf 2.000 bis 3.000 Euro und der Küchenfachmarkt rangiert bei 2.100 bis 2.900 Euro.“

Service und Personal. Kunden erwarten Beratung und dass ihre Wünsche berücksichtigt und erfüllt werden. Service ist eine Frage der Firmenpolitik, Beraten kann nur jemand freudig und überzeugend, der über eine gute Ausbildung verfügt und sich regelmäßig weiterbilden kann. Und dessen Leistung von Kunden und Unternehmensführung anerkannt ist.

Dazu noch einmal die BBE Handelsberatung, die 10.000 Kunden in 100 deutschen Wohnkaufhäusern befragte: „Das Votum der Konsumenten ist eindeutig: Der Möbelverkäufer ist die entscheidende „weiche“ Erfolgsgröße, um Möbelkunden zu begeistern.“

Die Studie kann hier kostenlos heruntergeladen werden: www.marktdaten24.com

Die BBE Handelsberatung GmbH hat ihren Sitz in München und Niederlassungen in Hamburg, Köln, Leipzig und Erfurt. Sie ist eine der führenden Beratungsgesellschaften für alle Fragestellungen rund um den Handel. Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE Handelsberatung: „Zu unseren Kunden zählen Einzelhandelsunternehmen aller Betriebsgrößen und Betriebsformen, Einkaufskooperationen, Verbundgruppen und die Konsumgüterindustrie sowie Projektentwickler, Investoren und Kommunen.

Mehr als 100 Mitarbeiter sind Spezialisten für nahezu jede Branche im Einzelhandel oder Experten für die Themenfelder Einzelhandelskonzepte, Standort und Immobilie. Durch den ganzheitlichen Ansatz reicht unser Beratungsportfolio von der Strategieentwicklung und Positionierung über Markt-, Standort- und Auswirkungsanalysen, Image- und Kundenzufriedenheitsanalysen bis hin zur betriebswirtschaftlichen Optimierung, der Betreuung von Erfahrungsaustausch- gruppen sowie der Weitergabe von Wissen in Vorträgen und Seminaren. Zudem verfügen wir über eigene umfassende Datenpools, die von Branchenbenchmarks über Kaufkraftvolumina bis zu Wettbewerbsdatenbanken reichen.“

Detlef Rochow

One Response to “BBE-Paper: Möbel 2013 – Fachhandel gewinnt Marktanteile”

  • Finde schade, dass es so viele gleiche gibt die den Markt dominieren. Es gibt zwar viele, aber keine großen einfallsreichen, Möbelshops, die sich von den anderen abheben.

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